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"Mädchen-Zukunfts-Werkstatt - Girls Life Academy"

Projekt der Organisation "HIV-Projekt Belize e.V." in Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation HIV/AIDS Society Dangriga und ihrer Unterorganisation "POWA" (Productive Organization for Women in Action)

Einleitung und Begründung für die Notwendigkeit des Projektes in Belize

Weltweit sind über 36 Mill. Menschen mit dem AIDS-Virus infiziert. 90 % aller Betroffenen leben in den Entwicklungsländern. In Lateinamerika und der Karibik hat Belize die höchste Durchseuchung mit HIV. Der Anteil der betroffenen Frauen steigt sowohl weltweit als auch in Belize stetig an. Die Gründe hierfür sind vielfältig:

für Frauen ist das Risiko, bei ungeschätztem Sexualkontakt mit HIV infiziert zu werden, etwa doppelt so hoch wie für Männer Frauen haben nicht den gleichen Zugang zu Bildung und zu Arbeit wie Männer und auch nicht die gleichen Rechte, daraus resultiert ein vielschichtiges Abhängigkeitsverhältnis vom Mann Bei dieser Abhängigkeit können Frauen sich ungeschütztem Sex oft nicht entziehen Viele Frauen und Mädchen haben nicht die Kenntnisse und Möglichkeiten, für ihren Schutz zu sorgen oder ihn sich bei ihrem Sexualpartner einzufordern

Diese Problematik ist auf die Rolle der Frauen in der Gesellschaft zurückzuführen. Männer können sich relativ frei bewegen. Sie fahren in die Städte, gehen einer Arbeit nach, bleiben am Abend lange weg, während die Frauen den ganzen Tag damit zu tun haben, ihre Kinder zu versorgen, was in den wenig entwickelten Ländern eine besonders schwere Bürde ist. Hitze, Wassermangel, Insekten, kaum Haushalsgeräte und primitive sehr einfache Wohnverhältnisse nehmen die ganze Aufmerksamkeit der Frauen in Anspruch. Es bleibt ihnen keine Zeit für ein geselliges Leben außerhalb des Dorfes. Wenn sich die Männer am Wochenende einfinden, bringen sie nicht immer nur ihren Lohn nach Hause, sondern häufig auch das AIDS-Virus. Auch wenn eine Frau ihrem Mann misstraut, hat sie keine Möglichkeit, sich vor der Ansteckung zu schützen. Der Gebrauch von Kondomen ist noch nicht zur Normalität geworden. Im Gegenteil, in einem Land, wo Kinderreichtum ein Statussymbol ist, scheinen Kondome überflüssig zu sein. Die Frauen müssen erkennen, dass sie ihr Leben selbst bestimmt in die Hand nehmen müssen, dass sie es sich nicht mehr leisten können, ohne Schulabschluss und Beruf in die Mutterschaft zu gehen, um danach abhängig vom Vater der Kinder zu sein. Sie müssen mit Kenntnissen über Verhütung, über Rechte und Informationen über Berufschancen ausgerüstet werden. Mädchen und Frauen, die ihre Rechte kennen, haben ein geringeres Risiko, sich mit HIV zu infizieren als solche, die ihrer Umwelt uninformiert gegenüberstehen und damit Zwangssituationen und auch gesellschaftlichen Erwartungshaltungen schutzlos ausgeliefert sind. Wenn es uns gelingt, das Selbstbewusstsein und die Eigenständigkeit der Frauen und Mädchen zu fördern, ihren Bildungsstand zu erhöhen, ihre Möglichkeiten der Wahrnehmung ihrer Rechte zu verbessern, so führt das auch zu einer Reduzierung der Ansteckungsgefahr gegenüber HIV/AIDS.

Mit unserem geplanten Projekt "Mädchenzukunftswerkstatt", wollen wir Mädchen und junge Frauen für dieses brisante Thema sensibilisieren und ihnen die Wege aufzeichnen, die sie wählen können, um ein selbst bestimmtes, unabhängiges Leben zu führen.

Gemeinsam mit der Frauengruppe "POWA" der HIV/AIDS Society Dangriga wurde zur Beantragung dieses Projektes das vorliegende Konzept erarbeitet, welches in der Vorbereitungsphase mit der Zielgruppe (Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 22 Jahren) diskutiert und entsprechend den zusätzlich gewonnenen Informationen, Wünschen und Anregungen detailliert geplant und spezifiziert wird.

Beide Organisationen sind sich einig, dass die Mädchen im Lande besser auf das Leben vorbereitet werden müssen. In Zeiten von HIV/AIDS ist es unerlässlich, dass Mädchen besser aufgeklärt werden und mehr Unterstützung für die Bewahrung ihrer Rechte erhalten müssen. Sie müssen geschult und gestärkt werden, dass sie aus der Rollenverteilung herauskommen um ihr eigenes Leben selbständig zu gestalten. Von einer Gleichheit der Geschlechter kann in Belize noch lange nicht gesprochen werden. Es gibt zwar Gesetze, welche die Rolle der Frauen in der Gesellschaft klar definieren, trotzdem leben die meisten Frauen in Unkenntnis und damit auch in einer gewissen Abhängigkeit. Das ist vor allem in den entlegenen Dörfern zu beobachten, weil dort die Kommunikation mit der Außenwelt eingeschränkt ist und daher die Mädchen nach dem Vorbild ihrer Mütter erzogen werden. Die Mütter haben nie gelernt, sich für ihre eigenen Wünsche zu engagieren. Durch Unkenntnis werden sie sehr früh schwanger, sind dadurch an ihren Partner gebunden, der sie ernährt und versorgt. Während unserer Unterrichtstätigkeit in den Dörfern und unserer Aufklärungs- und Beratungstätigkeit sind wir ständig mit dieser Problematik konfrontiert worden und wir haben auch festgestellt, dass die junge Generation für Lösungswege offen ist.

Ziele

Reduktion der Rate der HIV-Neuinfektionen der Frauen und Mädchen durch die Stärkung des Selbstbewusstseins Erhöhung des Bildungsstandes, Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten, Politisches Engagement und Partizipation am gesellschaftlichen Leben

Zielgruppe: Mädchen und junge Frauen der ländlichen und städtischen Bevölkerung

Verantwortlichkeit, praktische Umsetzung, Methoden und Ablaufplan

  1. Verantwortlichkeit, praktische Umsetzung und Methoden

Wir wollen in enger Zusammenarbeit mit den Frauen der AIDS- Society Dangriga ("POWA") eine einjährige Schulung für die Mädchen und jungen Frauen der Altersgruppe 12-22 Jahre anbieten. Diese Schulung soll an jedem zweiten und vierten Sonnabend des Monats, abwechselnd für die Altersgruppen 12-15 Jahre und 16-22 Jahre, von 11 bis 17 Uhr durchgeführt werden.

Verantwortlichkeit: Das Projekt wird in Verantwortlichkeit der Frauenorganisation "POWA" (Productive Organisation for Women in Action), einer Arbeitsgruppe unserer Partnerorganisation HIV/AIDS Society Dangriga durchgeführt und von unserer Organisation durch Karin Güthoff und einer Praktikantin und einem Praktikanten begleitet. Der Koordinator von "POWA" ist Michele Irving.

Die meisten Menschen leben in den Städten, so auch in Stann Creek, in Dangriga. Sie ist Magnet und Zentrale für Kultur, Handel und Bildung. Doch es ist sehr schwer die Stadt zu erreichen. Die Busse verkehren sehr unregelmäßig und wenn, dann befahren sie nur die Hauptstraßen. Die Menschen müssen sehr lange Wege gehen, um aus den Dörfern herauszukommen. Es ist nicht nur beschwerlich, sondern auch ziemlich gefährlich, vor allem für Mädchen und Frauen. Deshalb sehen wir es als Notwendigkeit an, dass gerade diese ländliche Bevölkerungsgruppe die Möglichkeit erhält, aus der Enge und Eintönigkeit ihres dörflichen Lebens herauszukommen, um anderes kennen zu lernen. In unserer geplanten "Mädchen-Zukunfts-Werkstatt" wollen wir sie mit fortschrittlichem Gedankengut und Wissen über das Leben ausrüsten.

Geplante Themen an den Tagen der Workshops (Konzept, das in der Vorbereitungsphase nach Einbeziehung der Beteiligten spezifiziert wird):

Aufklärung über HIV/AIDS und andere sexuell übertragbare Krankheiten sowie deren Verhütung : Ziel: Durch die Thematik erfahren die Mädchen von der Gefährlichkeit der Infektion HIV/AIDS. Sie gelangen zu dem Wissen und der Überzeugung , dass sie sich durch ungeschützten Sex anstecken können und damit ihr ganzes weiteres Leben gefährdet ist.

Methodisches Herangehen: Vortrag mit Anschauungsmaterial, gehalten von einer Persönlichkeit, die auf Grund ihrer Qualifikation in der Lage ist, über Tabus und kulturelle Barrieren zu diskutieren Die Person spricht über Sexualität, die Merkmale des weiblichen und männlichen Körpers, über den Gesamtkomplex von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, wie reagieren wir auf Stigma und Diskriminierung von HIV/AIDS-Kranken die Peer Educaters werden zusätzlich durch anschauliches aktuelles Info-Material in die Lage versetzt, ihr Wissen zu vertiefen Die Mädchen werden mit Aussagen konfrontiert und beginnen einen Dialog

Berufsorientierung Ziel: Es wird die Erkenntnis gewonnen und gefestigt, dass ökonomische Unabhängigkeit die beste Voraussetzung für ein selbst bestimmtes Leben ist. Es werden Möglichkeiten der Berufsfindung und Berufsausbildung vorgestellt

Methodisches Herangehen: Ein Referent des Bildungsministeriums gibt eine Übersicht über Berufsbilder in Belize und Möglichkeiten der Ausbildung. Spezifische Berufe werden durch entsprechende Personen vorgestellt. PEs berichten über ihre eigenen Erfahrungen aus ihren Dörfern und entwickeln eigene Berufswünsche. Exkursion zur Berufsschule Dangriga

Rechte, Gesetze, Pflichten Ziel: Frauen und Mädchen werden darin bestärkt, dass sie gesetzlichen Schutz vor Männern haben, die sie gewaltsam zu sexuellen Handlungen zwingen. Sie werden außerdem bekannt gemacht mit den wichtigsten zivilen Gesetzen des Landes

Methodisches Herangehen: Eine Person, die im öffentlichen Leben steht (Z.B. Staatsanwalt, Richter) gibt einen anschaulichen Bericht über Vorkommnisse und Straftaten, die diese Thematik und deren Folgen beinhalten Bekanntmachen mit entsprechenden Gesetzesvorlagen und Institutionen, Teilnahme an einer Gerichtsverhandlung PEs werden geschult, mit treffsicheren Sätzen ihre Situationen zu schildern Rollenspiel: Officer - geschädigte Person Diskussionstraining für Familien und Erarbeitung einer Handlungsanleitung

Kindererziehung , Hygiene , Haushaltsführung Ziel: Es wird die Erkenntnis gefestigt, dass Kindererziehung mit sehr viel Verantwortung verbunden ist. Dazu werden die Teilnehmerinnen zu bestimmten Verhaltensprozessen und Mustern geschult. Ihre Kinder werden zu gewaltfreien, das andere Geschlecht und die sozialen und gesellschaftlichen Normen respektierenden Persönlichkeiten erzogen.

Methodisches Herangehen:

Eine erfahrene Mutter mit sozialhygienischer Vorbildung (z.B. Nurse) demonstriert einen Tagesablauf mit drei Kindern mit Negativ- und Positiv-Beispielen: Module: - morgendliche Hygiene - gesunde Ernährung - Sauberhaltung und Instandhaltung der Wohnung - Rollenspiele: PEs lernen Erziehungskonflikte durch Gespräche zu lösen - PEs stellen für die nächste Veranstaltung einen Speiseplan auf (Schwerpunkt gesund Ernährung)

Liebe und Partnerschaft Ziel: Partnerschaften werden kritischer bewertet. Der aktuell sehr frühe Zeitpunkt des ersten Sexualkontaktes wird durch unsere Schulung und Aufklärung verzögert, was (durch Studien bewiesen) signifikant zu einer Senkung der HIV-Neuinfektionen führt. Mädchen und Frauen fühlen sich wertvoller und sie erkennen ihre Chancen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu gestalten.

Methodisches Herangehen Aus dem Buch "Peer Pressure" wird die Geschichte "Johnny Lingo's Eight-Cow Wife" vorgelesen und diskutiert. Ziel der Diskussion ist u.a. die Entwicklung eines eigenen Wertgefühles. Rollenspiel: Welche Situationen und Ereignisse bestimmen meine Entscheidung für einen Partner. wenn ein Junge Sex haben will, bedeutet es, dass er mich liebt? Fragen und Spiele aus der Broschüre "What Girls Want to Know about Guys" by George Eager Abschluß mit einem Film über das Thema "Liebe"

Moderne Kommunikation Ziel: Interesse an moderner Kommunikation wecken und Grundkenntnisse im Umgang mit dem PC vermitteln

Methodisches Herangehen Die Mädchen werden nochmals in Gruppen unterteilt: Vorhandene sichere Kenntnisse im Umgang mit dem Computer Unsichere Kenntnisse Keine Kenntnisse Es werden Möglichkeiten geschaffen, die dem Wissensstand entsprechende Aus- und Weiterbildung mit geschultem Personal zu gewährleisten Die PEs werden alle dazu angeregt, sich eine Mailbox einzurichten mit dem Ziel der gegenseitigen Vernetzung

Mode, Kosmetik Ziel: Landestypische und kulturelle Traditionen werden verbunden mit den Ansprüchen der modernen Frau

Methodisches Herangehen Eine Beraterin/Berater zeigt, wie man sich vorteilhaft kleidet und frisiert Mädchen bringen eigene Ideen mit, tauschen sich aus, probieren von uns zur Verfügung gestellte Stoffe Sie erhalten die Möglichkeit, in der Nähwerkstatt des Ministeriums Human Development die Stoffe zu verarbeiten Vorteilhafte Frisuren werden demonstriert,

Kunst, Literatur, bildnerisches Gestalten , Musik Ziel: Persönliche Stärken und Talente erkennen und diese fördern. Freude am Lesen, Malen und Musizieren werden entwickelt

Methodisches Herangehen Namhafte Künstler aus den entsprechenden Bereichen werden für Präsentationen und praktische Anleitungen gewonnen. PEs entscheiden sich für ihr spezielles Interessengebiet, verschiedene Gruppen arbeiten unter Anleitung der entsprechenden Künstler. Abschließende Präsentation der verschiedenen Arbeitsgruppen

Sprachentwicklung Ziel: Es wird die Erkenntnis vermittelt, dass gute Ausdrucksformen und eine treffende Wortwahl den Umgang mit Menschen sowohl im Beruf als auch im Alltag erleichtern und erfolgreich gestalten (Bewerbungen)

Methodisches Herangehen Der Referent stellt sich auf verschiedene Weise vor, die PEs entscheiden anschließend, wie sie es für angemessen halten. - Übung: Die PEs stellen sich selber vor: - in der Schule - in der neuen Dienststelle - am Telefon - einer Freundin - Rollenspiel über Ausdrucksmöglichkeiten, um bestimmte Dinge zu erreichen, z.B., wenn ich mir etwas sehr wünsche oder etwas absolut nicht will - Beispiele aus der Literatur - Wortspiele

Gartenbau Ziel: Es werden der Wunsch und die Fähigkeit entwickelt, den Garten so zu nutzen, dass er zur Ernährung der Familie mit beiträgt

Methodisches Herangehen Obst und Gemüse werden eingekauft und vorgestellt unter dem Gesichtspunkt, wo kommen sie her und wer baut sie an? Präsentation eines Spezialisten über Gartenbau Besichtigung eines "Vorzeigeobjektes" Aus den mitgebrachten Gemüsesorten wird ein Essen zubereitet Rezepte werden erarbeitet und aufgeschrieben über die Nährstoffe und Vitamine der Obst- und Gemüsesorten wird informiert

Belize - mein Heimatland Ziel: Wissensvermittlung über das politische System, die Wirtschaft, die Bildung und das Gesundheitswesen

Methodisches Herangehen Repräsentanten der verschiedenen Parteien, der Industrie, der Fachschulen, Universitäten und Krankenhäuser stellen sich und ihre Bereiche vor. Bei den später geplanten gemeinsamen Fahrten wird ein Teil dieser Einrichtungen besichtigt.

HIV/AIDS - eine Bedrohung der Menschheit Ziel: Die Teilnehmerinnen erhalten einen Überblick über die Auswirkungen der HIV-Pandemie. Sie werden konfrontiert mit dem natürlichen Verlauf der HIV-Infektion und mit den Möglichkeiten der Prävention und Therapie. Wissensvermittlung über die HIV-Epidemie und deren Bekämpfungsmaßnahmen im eigenen Land. Einen besonderen Stellenwert erhält dabei die Prävention der HIV-Infektion. Die Teilnehmerinnen, die als Peer Educaters in ihren Dörfern weiter tätig werden, sollen speziell diesen Aspekt der Möglichkeiten der Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen in ihrem Umfeld weiter vermitteln.

Methodisches Herangehen Vorlesung über Basiswissen von HIV/AIDS und STD einschließlich Epidemiologie, natürlicher Verlauf, Diagnostik, Therapie und Prävention weltweit und im eigenen Land Filmvorführung "Red Ribbon around my House" mit Diskussion PEs berichten über eigene Erfahrungen Vorträge, Demonstrationen und Übungen mit den Schwerpunkten: Kondombenutzung, Voluntary Counselling and Testing, Umgang mit HIV-infizierten Menschen, Stigma und Diskriminierung

Die zwölf Schwerpunkte werden miteinander verknüpft und die bereits erworbenen Kenntnisse und Einsichten werden ständig spielerisch wiederholt und gefestigt. In der Vorbereitungsphase wird sorgfältig geprüft, welche Differenzierungen in den verschiedenen Altersgruppen berücksichtigt werden müssen. Die PEs werden angehalten, Veranstaltungen mitzuorganisieren und die Diskussion selbständig zu moderieren.

Ablaufplan

a) Vorbereitungsphase (Dauer drei Monate von März 2008 bis Mai 2008)

Es ist geplant, 32 Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen 12 und 22 Jahren für unsere "Girls Life Academy" zu werben. Dabei sollen 16 Teilnehmerinnen aus dem Stadtgebiet von Dangriga und 16 aus ländlichen Gebieten gewonnen werden. Die Rekrutierung der Teilnehmerinnen aus Dangriga ergibt sich durch unsere ständige Arbeit in unserem Office und Beratungszentrum. Für die Werbung der Teilnehmerinnen aus den ländlichen Gebieten besuchen wir zusammen mit den Frauen von "POWA" die Dörfer Gales Point, Alta Vista, Silk Grass, Pomona, Hopkins, Sittee River, Maya Mopan und Georgetown, um bei den Familien Vertrauen aufzubauen und die Öffentlichkeit über unser Projekt zu informieren. Die Mädchen müssen aus den Dörfern abgeholt werden und auch wieder gebracht werden. Ansonsten würden die Eltern nie zustimmen. Ein Kraftfahrer wird die Mädchen aus den Dörfern mit einem Kleinbus abholen und wieder nach Hause bringen.

Aufteilung der Gruppen:

acht Mädchen aus der Stadt Dangriga, Alter 12 - 15 Jahre acht Mädchen aus ländlichen Gebieten, Alter 12 - 15 Jahre acht Mädchen und junge Frauen aus der Stadt Dangriga, Alter 16 - 22 Jahre acht Mädchen und junge Frauen aus ländlichen Gebieten, Alter 16 - 22 Jahre

In der Vorbereitungsphase ist in jedem Dorf eine Informationsveranstaltung geplant. Dazu werden die in unserem Office in Dangriga bereits geworbenen Teilnehmerinnen miteinbezogen. Für jedes Meeting ist ein Vorbereitungsbesuch erforderlich.

Durchführung der "Girls Life Academy" (Dauer 12 Monate von Juni 2008 bis Mai 2009)

Einmal im Monat wird für die Gruppe der 12 - 15 Jährigen und für die Gruppe der 16 - 22 Jährigen im House of Hope eine ganztägige Schulung an Samstagen von 11 -17 Uhr durchgeführt.

Zusätzlich werden in der Vorbereitungsphase, nach einem halben Jahr und zum Abschluss Veranstaltungen durchgeführt, die alle Teilnehmerinnen einschließen.

Abschlussphase mit Auswertung und Einleitung der Sicherung der Nachhaltigkeit (Dauer 4 Monate)

Die Teilnehmerinnen werden nach der Ausbildung als "Peer Educaters" in ihren Communities tätig sein. Die Frauengruppe "POWA" organisiert mit den Mädchen der Altersgruppe 12 - 16 Jahren in den Kommunen regelmäßige Zusammenkünfte. Diese können im Rot-Kreuz-Stützpunkt oder in den Schulen stattfinden. Die Mädchen erhalten geeignete Materialien und Dokumentationen, dass sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen insbesondere an ihre gleichaltrigen Mitschülerinnen weitergeben können. Die ältere Mädchengruppe wird dahingehend unterstützt, dass sie in ihrem Arbeitsumfeld mit ihren Kolleginnen und Kollegen über das Thema HIV/AIDS in der Lage ist zu sprechen. Personelle Unterstützung, Materialien, Anregungen und Kondome erhalten sie vom House of Hope in Dangriga.

Nachhaltigkeit Bei den Mädchen und Frauen hat sich durch die einjährige Fortbildung eine Veränderung in ihrem Verhalten und in ihrer Persönlichkeit herausgebildet. Sie sind selbstbewusster, haben einen Wissensvorsprung, und sie haben gelernt, mit kritischen Situationen umzugehen. Dadurch haben sie sich zu einem Vorbild für ihre gleichaltrigen Mädchen und jungen Frauen entwickelt. Sie werden dadurch respektiert und können in den Dörfern Zweigstellen der Frauenorganisation "POWA" gründen. Dadurch können sie effektiv und anhaltend als Multiplikatoren ihre Erkenntnisse weitergeben und auch präventiv tätig sein. Die PEs können in ihren Kommunen durch ihr selbständiges Auftreten im Sinne von "POWA" eine Bewegung initiieren, die sich frei von Stigma und Diskriminierung um die HIV- Betroffenen sorgt und sich selbst und anderen hilft, sich vor der Infektion mit HIV zu schätzen.